Eine gute Hypothese ist falsifizierbar, konkret und an eine einzelne, beobachtbare Verhaltensänderung gebunden. Sie benennt Zielgruppe, Auslöser, erwartete Wirkung und Messgröße. Vor allem schafft sie Sicherheit, weil Scheitern nicht peinlich ist, sondern zielgerichtetes Lernen auslöst, das sofort in die nächste Iteration übergeht.
Bevor etwas gebaut wird, verankern wir die wichtigste Frage: Welches Kundenproblem ist so schmerzhaft, dass Menschen aktiv handeln? Interviews, Support-Tickets und ungefilterte Zitate strukturieren wir in Muster. Erst wenn die Reibung klar beschrieben ist, entwerfen wir kleinste Interventionen, die genau dieses Hindernis überprüfbar verringern.
Atomare Experimente leben von kurzen Zyklen. Wir planen Vorbereitungen in Stunden, Laufzeiten in wenigen Tagen und Auswertungen unmittelbar danach. Kleine Stichproben genügen, wenn Entscheidungsregeln eindeutig sind. Geschwindigkeit erzeugt Momentum, hält Motivation hoch und verhindert, dass sich Annahmen heimlich in Glaubenssätze verwandeln.